Archiv für den Monat: Juli 2025

Auf ein Neues: Smokestack Lightnin‘!

Im März mussten wir dieses Konzert leider kurzfristig absagen, aber umso schöner wird’s jetzt am 28.11.2025 in der 7180-Bar, wenn die heroes of twang rock nach vielen Jahren Abwesenheit Crailsheim endlich wieder einen Besuch abstatten.

Live-Konzerte von Smokestack Lightnin’ sind eine Hommage an die Blütezeit der amerikanischen Musikgeschichte der 1950er- bis 1970er-Jahre. Sie zelebrieren Rootsmusik und kreieren Alternative-Country wie kaum eine weitere deutsche Band. Die vier Franken bespielen nun seit vielen Jahren die Bühnen dieser Welt und das mit einer unaufhörlichen Kraft und Leidenschaft, die den Menschen das angestaubte Country-Genre wieder mit Sexappeal und Coolness näher bringt. Einen hohen Bekanntheitsgrad erlangten sie auch als Tourband des Ärzte- Mitglieds Bela B.

Sie spielen große Festivals und sind eine Nummer in ihrem Genre europaweit. Nun kommt die einmalige Gelegenheit Sie in intimer Baratmosphäre zu genießen.

Einlass: 20.00 Uhr.

Mäkkelä (FIN) und Nightbird (FIN)!

Zwei der interessantesten und vielleicht auch eigenwilligsten, finnischen Singer/Songwriter Acts kommen im November gemeinsam nach Deutschland auf Tour und statten der 7180-Bar am 14.11.2025 auf Einladung von Adieu Tristesse e.V. einen Besuch ab.

Mäkkelä ist seit Jahren mit seinem kantig-rauhen, mittlerweile auf sechs Alben veröffentlichten, Folk Noir konstant in ganz Europa erfolgreich auf Tournee, während sich Nightbird, tief in der Folk Blues Tradition verwurzelt, in ihrer finnischen Heimat mit mittlerweile drei Alben zu einer gefeierten Größe gereifte Sängerin/Gitarristin gemausert hat. Zwei außergewöhnliche, seelenverwandte Performer mit weit aus dem Üblichen herausragenden Stimmen dürften für sehr emotionale, außergewöhnliche und vor allem unvergessliche Abende sorgen.

Seit Jahren konsequent an jeder Erwartungshaltung vorbei, ist der Finne Mäkkelä, mit seinen poetisch dunklen Songs – nicht ganz zu unrecht immer wieder als „Folk Noir“ gelabelt – sicherlich einer der derzeit spannendsten Künstler der europäischen Songwriter-Szene.

Schmerzhaft schönes Songmaterial, das die Folk-Tradition des Storytelling ins 21. Jahrhundert rettet, gepaart mit einer so selten zu sehenden Bühnenpräsenz und Intensität, haben den Performer zu einem der auffälligsten Live-Acts des Genres gemacht.

Oder wie es das Leipziger FRIZZ Magazin in einer Rezension des aktuellen Albums „Škoda blue and the black legged Jesus“ (9pm Rec/Broken Silence) beschreibt: Griffig, energisch, rau, gut abgehangen. Ein Meisterwerk. Mäkkelä’s konsequent am Mainstream Vorbeischrammen, brachte ihm zwar über die Jahre einen Kulturpreis der Stadt Nürnberg, eine Nominierung für den Deutschen Folk Award und eine loyale Anhängerschaft ein, für die breite Masse ist das aber nach wie vor einfach zu sperrig.

Besserung eher nicht in Sicht. Emotionale Shows irgendwo zwischen Strummer, Cohen und Waits.

Es gibt sie noch. Die Momente in denen man eine Stimme hört oder einen Song der einen fassungslos, völlig verzaubert innehalten lässt.

Musik, die in ihrer fast unwirklichen Schönheit, in ihrer Mischung aus purem Glück und bittersüßem Schmerz völlig verwirren kann. Zugegeben, oft passiert das nicht, die Wahrscheinlichkeit das es einen aber so richtig erwischt ist bei der schwedisch-finnischen Singer/Songwriterin Nightbird aka. Anna-Stina Jungerstam aus Vaasa ausgesprochen hoch.

Herzzerreißendes Songmaterial zu dem sich die junge Finnin auf der akustischen mit zerbrechlichen Slide-Guitar Miniaturen begleitet. Musik die nicht von dieser Welt zu sein scheint und zu keinem Zeitpunkt den Fehler macht im genreüblichen Selbstmitleid zu versinken. Tief in der Tradition des Folk Blues verwurzelt, gelingt es ihr stilsicher, mit einer einzigartigen Stimme gesegnet, zwischen nordischer Melancholie/Sehnsucht und frühem Delta Blues ihr ganz eigenes Ding durchzuziehen.

Einlass: 20.00 Uhr.

The End Men (US)!

The End Men aus New York City feiern 2025 ihre große Reunion-Tour und lassen dabei selbstverständlich auch die 7180-Bar nicht aus. Auf Einladung von Adieu Tristesse e.V. gastieren diese unkonventionelle Energielieferanten dort am 25.10.2025. Als Support geleiten uns Vantablack in den Abend.

Nach fünf veröffentlichten Alben gönnten sich The End Men mal eine Verschnaufpause, aber nun werden also erneut die europäischen Bühnen aus den Angeln gehoben. Matthew Hendershot an der Stromgitarre und Livia Ranalli am Schlagzeug wissen einfach ganz genau, wie sie jeden noch so kleinen Rock ’n‘ Roll- Nerv des geneigten Zuhörers in euphorische Schwingungen versetzen. 2010 in Brooklyn gegründet, erweitern die beiden ihre Kernband gerne bei ihren Liveauftritten um einige weitere Familienmitglieder.

Der Standard schrieb treffend über einen Auftritt in Wien folgende Zeilen: „The End Men wälzen sich wie die Sau im Dreck, um anschließend durch patinierte Rock-’n‘-Roll-Mikrofone mit ramponierten Stimmbändern nichtsnutzige Weisheiten über das Sauleben loszuwerden. Das Schlagzeug von Livia Ranalli schlägt stur einen Rhythmus, wie ihn geistlose Arbeit erst möglich gemacht hat, aus der Stromgitarre reißt Matthew Hendershot dazu Riffs, die kein Tageslicht je gesehen haben. Sein Gesang muss sich gefallen lassen, mit jenem des Tom Waits verglichen zu werden, musikalisch lässt sich diese Nähe ebenfalls nicht leugnen. Der Blues hängt dabei über ihnen wie eine Gewitterwolke kurz vor dem Donnerwetter.“ Punkt.

Vantablack sind zwei Jungs aus der Region und servieren uns als Vorspeise satte Portionen aus Grunge, Funk, Alternative Rock und Crossover. Support your local heroes!

Einlass: 20.00 Uhr.

Le Skeleton Band (FR)!

Le Skeleton Band aus Montpellier machen Musik im Grenzbereich von Folk noir, Post-Rock und Blues mit einem Hang zu sonderbaren, expressionistischen, burlesken und cinematischen Momenten. Großes Kino für Ohren und Augen, welches schon mehrfach in der 7180-Bar gefeiert wurde und weshalb wir wie bei allen großen Blockbustern nach einer Fortsetzung gieren. Zu erleben auf Einladung von Adieu Tristesse e.V. am 17.10.2025.

Die Geschichte von Le Skeleton Band geht zurück auf den Wunsch von drei Freunden, eine Rockband zu gründen, woraufhin Alex, Bruno und Clément ein Instrument lernten und sich seither stetig weiterentwickelten. Inzwischen sind die zu viert unterwegs, haben neben Kontrabass, Banjo, Schlagzeug und allerlei seltsamen Geräuschen auch einen Violinisten dabei und widmen sich mehr und mehr dem mehrstimmigen Gesang.

Alex kann sehr tief singen und klingt dabei fast wie Tom Waits, inzwischen hat er auch die hohen Töne und das Schreien für sich entdeckt, zudem muss er sich auf die Stimmen der anderen Bandmitglieder einstellen, findet aber, dass die Band dadurch ein breiteres Feld an Emotionen in der Musik hat.

Nach Jahren des Planens und Nachdenkens über die Performance auf den Bühnen der Welt, versuchen Le Skeleton Band sich selber zu überraschen und jede Show auf eine neue, frische Weise anzugehen und so die Dramaturgie des jeweiligen Abends zu gestalten. Alex sammelt vor jeder Show das Publikum mit einer Art gesungenem Mantra ein, bei dem er sich von der jeweiligen Location inspirieren lässt.

Beim Texten ist Alex wichtig, das eigene Innere mit der äußeren Realität in Verbindung zu bringen. Er spielt humorvoll mit scheinbar feststehenden Identitäten und typisch männlich gelesenen Eigenschaften wie Körperkraft oder Mut und macht sich darüber lustig.

Einlass: 20.00 Uhr.

Mother Island (IT)!

Mother Island ist ein surrealer, skurriler und verrückter Ort, an dem fünf Musiker*innen ihre ursprünglichen und neuen Einflüsse wiederentdecken und dabei den psychedelischen Rock der 1960er Jahre neu interpretieren. La Dolce Vita am 11.10.2025 auf Einladung von Adieu Tristesse e.V. in der 7180-Bar.

Ihre Musik klingt dabei wie eine Mischung aus „dem sengenden Hitzegrad der Westküsten-Psychedelik, gefiltert durch einen lysergischen britischen Nebel“ beschrieben. Die Band besteht aus Anita Formilan (Gesang), Nicolò De Franceschi (Gitarre), Nicola Tamiozzo (Gitarre), Giacomo Totti (Bass) und Jody Berton (Schlagzeug) und hat bereits drei Alben veröffentlicht: „Cosmic Pyre“ (2015), „Wet Moon“ (2016) und „Motel Rooms“ (2020). 

Immer noch twangy, immer noch psychedelisch … was kommt, lässt an ein stark surforientiertes Flair denken, das die Leute zum Tanzen bringen wird! Mother Island touren gerne und viel, teilten sich dabei die Bühne mit Künstlern wie Mark Lanegan, The Pretty Things, Jacco Gardner, Kula Shaker und Dead Meadow und sammelte Anerkennung innerhalb und außerhalb Italiens.

Einlass: 20.00 Uhr.