Nix da Sommerloch: Larry And His Flask!

BayWa, Diesturm, Fallteich, Brückenunterführung – neue Location gefällig? Gerne doch! Am 19.08. präsentiert der Kulturverein Adieu Tristesse e.V. mit „Larry And His Flask“ eine Combo aus Oregon, die es in sich hat. Zu sehen in der Scheune im Gängele, direkt hinter dem Gasthaus Fuchsen in Ingersheim!

Angefangen hat alles, als Schlagzeuger Jamin und Bassist Jesse Marshall die Gruppe 2003 als reine Punkband aus der Taufe heben.  Mit den Gitarristen Greg Johnson und Ian Cook sowie Beau Batts als Drummer touren sie sich zwar munter die Allerwertesten ab, sehr weit hinaus über die Grenzen des Heimatstaates kommen sie aber nicht.

Nachdem Beau Batts die Brocken hinwirft, stößt dies einen Denkprozess beim Rest der Band an. So schnappen sich alle Mitglieder akustische Ausgaben ihrer Instrumente und lassen sich Bärte stehen. Dallin Bulkley, der Mandolinespieler Kirk Skatvold sowie Andrew Carew (Banjo) stoßen zum Line-Up.

In dieser Stärke nehmen sie das eigentliche erste Album „All That We Know“ auf, das den neuen Flask-Sound stimmig auf den Punkt bringt. Polka-Rhythmen peitschen ein wahnwitziges Gebräu an, in dem Mandolinen, Gitarren, Banjo, Besenschlagzeug, Kontrabass und granatenstarke Gesangsharmonien zum Tanz bitten.

Unter anderem supporteten sie Streetlight Manifesto und Frank Turner, jetzt beglücken sie also endlich auch Crailsheim!

Den musikalischen Einklang bestreitet John Steam Jr. aus Nürnberg.

Einlass: 17.00 Uhr.

Hodja!

Diese Band hat mehr als 1001 Geschichten – Und sie sind alle wahr! „Hodja“ ist  heruntergekochter, schwarzer Rock’n’Roll! Gospel. Soul. Voodoo. Ein absolutes Liveerlebnis. Präsentiert vom Kulturverein Adieu Tristesse am 01.09. in der 7180-Bar.

Eine Gitarre, die verhallt und losgelöst ihre Attacken abfeuert. Die stöhnt und schreit. Nicht weiter erstaunlich, dass „Hodja“’s Stammbaum tief im New Yorker Boden verwurzelt ist. „Hodja“ ist aber ebenso anarchistisch, wild, ungezügelt und frei. Losgelöst vom hippen Musikgeschäft, Szenepolizei und sonstigen Vorgaben. Dass der dänische Hippiestaat Christiana neben New York ein weiterer Bestandteil der Vita ist, lässt daher niemanden erstaunt zurück. Dass dort die Aufnahmen beider Alben gemacht wurden, eine weitere schöne Geschichte.

Claudius Abesodo Gamiel Winston King Pratt aka Gamiel Stone ist der Frontmann. Aus New York. Seine ersten Demos in der Lower East Side in einem Appartment mit Huey Morgan von den „Fun Lovin‘ Criminals“  eingespielt. Teil der New Yorker Underground Szene zwischen den „Ramones“, John Lurie, Mike Doughty, „Absolution“ und „Cromags“, ging er irgendwann nach Kopenhagen um dort „Reverend Shine Snake Oil Co“ zu gründen, unter anderem mit …

Matthias Arbo Klein aka Colonel Taz aka F.W. Smolls. Ein begnadeter Schlagzeuger, charismatisch mit eigenem Stil, dessen größter Einfluss auch sein Lehrmeister war: Jerry Granelli, der einst auch bei „The Gateful Dead“ oder mit Ornette Coleman spielte. Und dann Boi Holm aka Tenboi Levinson. Musiker, Produzent und Komponist aus Christiana. Er schreibt Filmmusik, vertont TV-Serien, Installationen, spielt Funk, Punk, Jazz, New Wave, Blues, Rock und vieles mehr. Das Trio fasziniert durch seine Kraft und Energie, durch seine Magie auf der Bühne.

Mit „The Band“ brachten „Hodja“ 2015 unverhofft ein Debüt-Album, das in jeder Epoche der Rockmusik hätte seinen Zauber entfalten können. Der wahre Rock’n’Roll ist schwarz. Seine Wurzeln sind dunkelschwarz. Und „Hodja“ bringen all das wieder zum Vorschein. Ein eingängiger Zauber, dem man sich nur schwer entziehen kann.

Knapp ein Jahr Später steht „Halos“ in den Platten-Regalen von Vintage-Liebhabern. Der zweite Streich ist wesentlich subtiler und gemeiner. Es knurrt und wimmert aus jeder Ritze, es brummt und summt und fasziniert mit Details.

Es ist Zeit für Kapitel Nummer Drei: „The Flood“ heißt es und steht 2018 in den Startlöchern…

Einlass: 20 Uhr.