10 Jahre Adieu Tristesse e.V.

OpenAir mit Rainer Von Vielen

SONNTAG, 06.09. VON 16:00 BIS 20:00

7180-Bar

„Denken:Handeln:Feiern:Bleiben“.

Seit mittlerweile zehn Jahren versuchen wir, unserem Motto gerecht zu werden und in Crailsheim Kulturprogramm gegen die Landflucht auf die Beine zu stellen. Ob in musischer oder literarischer Form, als Theater- oder Filmprogramm, bei Vorträgen oder Ausstellungen, für wenige Stunden oder mehrere Tage: Geselligkeit und Experimentalität schließen sich nicht aus, sondern beleben, gerade auch an vielen neu entdeckten bzw. neu belebten Plätzen unserer Stadt. Für ein buntes Zusammenleben über das Schubladendenken hinaus. Und das in jeglicher Form. Zünftig, aber vernünftig.

Was in diesen so seltsamen Zeiten gerade auch in den gesellschaftlichen Entwicklungen wünschenswert ist, wollen wir gemeinsam mit euch am kommenden Sonntag, den 06.09.2020, in unserem Rahmen in der liebgewonnen Heimatbar, dem 7180 in der Jagststr. 4, zelebrieren.

Ohne Freunde, Unterstützer und Wohlgesonnene gibt‘s schließlich auch keinen Kulturverein. Danke für‘s mitdenken, mithandeln und mitfeiern, für‘s bleiben oder auch immer wieder zurückkommen!

Unser Geschenk an uns alle an diesem Tag: OpenAir-Feeling mit Livemusik, und das alles bei freiem Eintritt. Die Platzkapazitäten sind aus bekannten Umständen begrenzt, Speisen dürfen selbst mitgebracht werden, Getränke gibt‘s in der Bar zu erwerben.

Musikalisch gratuliert Rainer von Vielen in der AkustikDuo- Version: Rainer und Gitarrist Mitsch Oko spielen die RvV-Klassiker & Brecht-Vertonungen im Duo – mit jeder Menge Gefühl und zweitstimmigem Gesang. Kern der Show sind Songs aus dem neuen Akustik-Album ALLES MIT ALLEM. Die Musiker adaptieren die Feinheiten ihrer eigenen Songs und transformieren das Gesamtwerk der Band zu Liedermacher-Versionen. So wird ein Punk-Kracher zur poetischen Ballade oder eine Stadion-Rock-Nummer zum Country-Hommage. Durch Verzicht auf Computer, E-Gitarren & Schlagzeug wird die gewohnte Struktur der Songs aufgelöst. Im Zentrum des Konzertes stehen jedoch die Texte auf einem Kontinuum zwischen Brechtscher Revolutionslyrik und poprelevanten Stadionhymnen. ALLES MIT ALLEM ist ein bewusster Kontrapunkt zum den elektronisch durchwobenen Programm der Band – eine Reduktion auf das Wesentliche: Melodie, Klang und Wort.


Support kommt an diesem Nachmittag von „The Devil’s Dandy Dude“ und „The Black Elephant Band“ aus dem Raum Nürnberg.


Kommt rechtzeitig und sichert euch euren Platz. Einlass ab 16 Uhr, Beginn gegen 17 Uhr.

Zünftig, aber vernünftig: Es gelten die allgemeinen Corona-Bestimmungen, also vergesst eure Masken nicht.

Wir freuen uns auf euch!

Dad Horse Experience

Kellergospel hinreissend schräg und ehrlich mit der Premiere des unglaublichen „Dad Horse Experience“ am 28.3. in der 7180 Bar.

Dass aufrichtige Gospelmusik im 21. Jahrhundert auch jenseits von jubilierenden Massenchören eine Daseinsberechtigung hat, beweist die One-Man-Band des Bremer Malers und Songwriters Dad Horse Ottn.

Mit Gesang, Banjo, Fußorgel und Kazoo spielt der Mann mit dem markanten Gesicht respektvoll interpretierte Klassiker und vielgelobte Eigenkompositionen, tief verwurzelt in Country-Blues, Hillbilly-Gospel und Punkrock. Sein „Keller-Gospel“ handelt von Erlösung und Befreiung – der bekennende Ex-Junkie respektiert alle, die im Licht stehen, doch seine Sympathie und Liebe gehört den Sündern. Er singt für jene, die in der dunkelsten Tiefe selbstgemachten Leidens kauern.

Im Sommer 2008 erschien unter dem Titel „Modern Sounds in Country and Gospel music“ die erste EP von Dad Horse Ottn vorwiegend mit Coversongs u.a. von Gospelklassikern der Carter Family und Johnny Cash (Label: Fuego). Im Herbst folgte das Debütalbum „Too Close To Heaven“, erschienen beim US-amerikanischen Label Devil’s Ruin Records. Dieses Album enthält neben einem weiteren Traditional ausschließlich Eigenkompositionen von Dad Horse Ottn und dokumentiert seine erstaunlichen Songwriterqualitäten. Wie im Leben selbst paart sich in seinen Songs immer wieder tiefer Ernst mit hintergründigem Humor. Hier wird nicht gepredigt oder süßlich salbadert – ebensowenig aber geflunkert oder herablassend gescherzt. Dad Horse meint es todernst, wenn er fleht: „Lord must fix my soul – turn the shit into gold.“

Bei seinen Konzerten zieht der Mann mit dem ungewöhnlichen Instrumentarium das Publikum regelmäßig in den Bann seiner „immensen, geradezu mitreißenden Bühnenpräsenz“ (Weserkurier). Hier wird keine religiöse Botschaft verkündet, sondern eine spirituelle Erfahrung: die Dad Horse Experience.


Beginn: 21 Uhr

OSTERFOLK

mit Sensi Simon and His Brother, Hellraisers and Beerdrinkers und Three for Silver am 12.04. im Jugendzentrum Crailsheim

Es gibt Tradition die gut tun und andere, die es nicht tun. Das Osterfolk funktioniert hervorragend und dieses Jahr mit aussergewöhnlichen Bands.

SENSI SIMON AND HIS BROTHER:

Das Warten hat ein Ende: Sensi Simon and his Brother holen Euch dort ab, wo niemand je zu hoffen gewagt hätte, doch noch mitgenommen zu werden. Gemeinsam mit seinem schlitzohrigen Bruder beamt euch Trompeter und Hitgenerator Sensi Simon in eine neue Dimension der Tanzmusik. Funbalkan im Electrostyle, hart am Herzschlag und kompromisslos sexy. Seid ihr bereit für einen irren Trip?

THREE FOR SILVER:

Seit ihrer ersten Tournee im Frühjahr 2018 ist die Band unaufhaltsam unterwegs und erobert dabei Europa. Wir lehnen uns nicht weit aus dem Fenster, wenn wir behaupten THREE FOR SILVER vereinen Elemente von Tom Waits, Nick Cave mit einer Brise Balkan Charme ala Gogol Bordello. Die Stimme von Lucas Warford und seine lässigen Basslines stechen hierbei hervor. Das Trio schafft es in einer minimalen Besetzung großen Sound zu erzeugen und dabei die Leute mit Leichtigkeit zum Tanzen zu bringen.

HELLRAISERS AND BEERDRINKERS:

Wir befinden uns im Jahre 2010 n.Chr. Ganz Deutschland ist von finanziellen Sorgen und wachsender Intoleranz besetzt… Ganz Deutschland? Nein! Eine von unbeugsamen Freaks bevölkerte WG nahe des Limes hört nicht auf dem Bullshit Widerstand zu leisten. Was als gemütliches Musizieren mit Akkordeon und Gitarre begann, wurde bald zu einer ernst zu nehmenden Bedrohung aus dem heimischen Wohnzimmer namens „Hellraisers and Beerdrinkers“. Mit Irischen Volks- und Trinkliedern machte man sich im Sommer 2011 auf, um das von Krisen gebeutelte Europa wieder ins Gleichgewicht zu bringen. So wurden unzählige Städte bereist um dem verzweifelten Volk von Mailand bis Gerona, Marseille bis Rotterdam, Hoffnung in Form frischer Melodien und heiteren Gesängen zu geben.

Erweitert mit Schlagzeug, Kontrabass und Mandoline, ergänzt um Einflüsse aus andern Teilen der Welt und über das Genre des Folk hinaus, wurde 2016 die erste Platte „Folks‘ Gaudi“ produziert und bereits in zahllosen Live Shows einem durstigen Publikum präsentiert!

Damit steht “Hellraisers and Beerdrinkers“ anno 2019 für treibenden Gaudi Folk im Namen des Mob!

Dies ist eine treibende Mixtur, die jedem in die Beine gehen wird.

Beginn: 20 Uhr

Leopold Kraus Wellenkapelle

Am 28.02. könnt ihr eure Schwimmflügel getrost zuhause lassen – diese Jungs aus dem Schwarzwald sorgen dafür, dass wir auf der Welle ihrer Surfmukke reiten. Wo? Natürlich in eurer Lieblingsbar.



Die Leopold Was-Kapelle?
Sollten Sie tatsächlich zu jenen gehören, die diesem Hidden Champion mit
dem etwas gewöhnungsbedürftigen Namen an dieser Stelle zum ersten Mal
begegnen, dann dürfte wohl auch Ihnen bereits dämmern, dass es sich bei der
Wellenkapelle nicht um das nächste große Ding handeln wird. Und damit liegen
Sie goldrichtig. Denn, was der Connaisseur bereits seit 20 Jahren weiß, bei den
Kings of Black Forest Surf werden Sie unter Garantie nicht von hochgepushten,
handzahmen und geldgeilen Showbiz-Marionetten verarscht.
Berlin, Turin, Paris und Wien kann jeder, aber im Gegensatz zum „Big Player“
können die Poldis halt auch Titisee, Oslip, Frick und Lütschenbach!
Ambitioniert, ungeniert und beinahe immer geschmackvoll spielt die
Wellenkapelle jedenfalls seit mehr als zwei Jahrzehnten auf hunderten Bühnen
in und abseits der Metropolen, ihre gänzlich eigene Version der Teenager-,
Halbstarken- und sonstiger Außenseiter-Musik des letzten Jahrhunderts.
Hier wird auch nur mit dem Seepferdchen in den schwierigen Gewässern von
60s Rock‘n‘Roll, Surf und Beat recht weit rausgeschwommen. Von einem
Quartett, das wohl auch in Zukunft unbedingt lebensbejahend und reichlich
unoptimiert gegen den Aufstieg spielt.
Das geht doch gar nicht, sagen Sie? … gibt ́s aber trotzdem.

Einlass: 20 Uhr

Ort: 7180-Bar

Grits’N Gravy

Ihr braucht etwas Heißes in dieser kalten Jahreszeit? Dann kommt am 30. November in die 7180 Bar. Diese beiden Schwergewichte des Voodoo-Boogie werden Euch zum Schwitzen bringen!

Wenn Pianist und Sänger Cat Lee King und Drummer, Harpspieler und Sänger Mighty Mike loslegen, dann wird aus klassischem R&B der 50er Jahre düsterer Voodoo-Boogie, bei dem keine Gefangenen gemacht werden. Pianoblues steht heutzutage oft in der Gefahr in akademischer Schönheit zu erstarren. Zum Glück gibt es Ausnahmen wie Grits’N Gravy. Bei denen hört man die noch junge Liebe zu wilden Rockern wie dem ganz jungen Jerry Lee Lewis, zu Ray Charles vor seiner Liebe zum Schmalz und zu Piano-Songwritern wie Ben Folds. Das ist wild, dreckig, düster und manchmal nicht nur ein wenig angsteinflößend. Besonders wenn sich King wie hier auf „Grits’N Gravy“ mit Mighty Mike zusammentut: dessen düstere Harp, sein stoisch-brutales Schlagzeug und überhaupt die Energie der Livesession, bei denen das Album auf Band gebracht wurde, sorgt zuweilen für stockenden Atem. Ok, King lässt sich nicht auf die akustische Tastatur festnageln. Wenn nötig, lässt er die Orgel heulen oder verlegt sich auf andere Keyboards. Aber das geht schon völlig in Ordnung.

Einlass: 20 Uhr